Stefan Knobloch:
Mariahilfberg Drei

'Was woanders nur zögerlich und mit Hindernissen in Gang kommt, geht bei Ihnen schnell und reibungslos und zur vollen Zufriedenheit über die Bühne.'

Heinz Wilhelm Kempgen:
Zur Geldgeschichte des Staates Qin

'Die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und mir hat reibungslos und vorbildlich funktioniert, das will ich dankbar anerkennen.'

Hans-Georg Weber:
Ist nicht eben dies Liebe?

'Die Aufarbeitung ... fand ich nicht nur gelungen, sie zeugt auch von einem ... angenehm aufmerksamen Umgang mit dem Text und damit auch dem Autor.'

Pressestimmen

Zu Erich Bartsch:
Stille schwingt durch Zeit und Raum

Im vorliegenden Gedichtband macht sich Erich Bartsch Gedanken um das Leben - im Jahreskreis, in den verschiedenen Entwicklungsstufen und mit den erfahrenen Augen eines Menschen, der sein Leben kraftvoll und neugierig lebt.

Dem Autor - von 1978 bis 2009 Kriminalbeamter im BKA - geht es um das Festhalten von Eindrücken, Dingen, die im Rückblick betrachtet eine ganz andere Wahrheit ergeben, stille Momente des Glücks und immer wieder eine sensible Auseinandersetzung mit Themen, die die Natur schenkt:#

Wieder ging ich durch ein Jahr

Wieder ging ich durch die Zeit

eines Jahres, das nun endet.

Sah das Leben, das sich wendet.

Schönheit trägt Vergänglichkeit.

Sah des Frühlings junges Grün,

sah des Sommers große Macht,

sah des Herbstes Farbenpracht,

Seh' des Winters letztes Blüh'n.

Und ich denke an die Zeit,

wenn nach stillem weißem Sterben

Erden grün sich wieder färben.

Und die Hoffnung trägt mich weit.

Das Buch eignet sich sehr, um Kollegen zum Geburtstag oder anlässlich ihrer Verabschiedung in den Ruhestand mit dieser "Kleinen Aufmerksamkeit" eine große Freude zu machen. Auch anlasslos verspricht die Lektüre gewinnbringenden Zeitvertreib.

Die Polizei Ausgabe 10/2010, 04.10.2010

"Ich hab' im Leben alles stets genossen, ich habe mir so vieles auch gegönnt, so manche Träne habe ich vergossen, hab' mir auch so einiges abgewöhnt." Der erste Vers des Gedichts "Zufriedenheit" des Acherner Autors Erich Bartsch sagt vieles über die Person aus, die jüngst den Gedichtband "Stille schwingt durch Zeit und Raum" veröffentlichte. Bartsch ist Kriminalbeamter im Ruhestand und verfügt nicht über den Hintergrund, den man typischerweise mit einem Dichter in Verbindung bringen würde. "Aber ich mache das eigentlich schon seit über 35 Jahren."

Zur Veröffentlichung seiner Werke entschloss sich Bartsch erst nach seiner Pensionierung im vergangenen Jahr, als er gemeinsam mit seiner Frau nach Achern zog. Zuvor lebte er in Wiesbaden, wo er mehr als 30 Jahre lang als Kriminalbeamter arbeitete. Das Dichten und das kreative Schreiben stellten für ihn "eine Art Ausgleich zum etwas nüchternen Berufsalltag" dar. Denn in einer Welt, die von Gesetzestexten, organisierter Kriminalität und auch viel Schreibtischarbeit geprägt war, stellte die Lyrik eine willkommene Abwechslung dar. "Der Gedichtband hat mit meiner Arbeit aber nichts zu tun", macht der 61-Jährige deutlich.

Dennoch betont Bartsch: "Dieses Buch bin ich." Eine Aussage, die den Acherner zu einem lebensfrohen Menschen erklärt, der die Eindrücke seiner Umwelt in sich aufsaugt und anschließend zu Papier bringt. Warum daraus Gedichte werden? "Das ist für mich die ideale Form, weil man beim Ausdrücken seiner Gefühle mit Sprache umgehen muss. Man hat nicht seitenlang Zeit, einen Gedanken zu erklären." Kreativität sei beim Dichten gefragt. Und an dieser Stelle schließt sich für Bartsch doch der Kreis zum ehemaligen Beruf. "Diese Kreativität war für mich sicher auch ein Vorteil." Bei Ermittlungen habe ihm der Sinn fürs Kreative durchaus neue Wege aufgezeigt.

Dass aus den Wortspielen und Ideen des 61-Jährigen, der in der Nähe von Magdeburg 1949 zur Welt kam und in Baden aufwuchs, ein Gedichtband entstehen würde, hätte er selbst nicht gedacht. "Meine Frau hat meine  Texte gesammelt und sie mir zwei Mal in gebundener Form geschenkt. Eine Veröffentlichung war aber nie das Ziel." Rund 20 Jahre nach dem Unikat für den eigenen Bücherschrank könnten Bartschs Gedichte auch fremde Regale schmücken. In den Werken stellt sich der Autor vor allem selbst vor. "Es geht um Menschen, die Natur, das Leben und die Zeit, alles sehr persönliche Dinge. Das Buch ist letztlich meine Welt der Vorstellungen."

Eine Welt, die der Leser durch den beruflichen Hintergrund des Autors vielleicht auch phasenweise düster erwartet. Von kleineren melancholischen Episoden abgesehen ist davon in "Stille schwingt durch Zeit und Raum" jedoch wenig zu spüren. Der Grund dafür: "Mir gefällt mein Leben sehr gut", erklärt Bartsch mit strahlenden Augen und einem Lachen. Dennoch habe er durchaus auch unangenehme Ding erlebt, oder Sachen, die es zu kritisieren gilt. Darauf müssen die Leser jedoch warten. Der Acherner hat aber bereits einen zweiten Gedichtband im Hinterkopf, der dann "spöttisch, frech, sarkastisch und heiter" werden soll.

Eventuell wird das zweite Werk auch einige Karikaturen enthalten, denn neben dem Schreiben ist das Zeichnen eine der großen Leidenschaften von Bartsch. Auch dafür  bleibt ihm im Ruhestand mehr Zeit. "Allerdings muss ich das alles wieder auffrischen. Aber letztlich ist es wie Fahrradfahren, man verlernt es nicht." Ob es so weit kommt, wird die Zeit zeigen. Denn das Werk des Autors macht deutlich: "Wo ich gerade bin, ist mir ganz unbekannt, kein Anfang oder Ende ist zu sehen."

Mario Beltschak

Mario Beltschak, Badische Neueste Nachrichten Nr. 162 vom 17. Juli 2010 , 13.10.2010